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Texte schreiben lernen: Welche Rolle dein Mindset dabei spielt

Aktualisiert: 14. Feb.

„Ich kann einfach nicht schreiben.“ „Texte schreiben liegt mir einfach nicht.“ „Ich hatte in Deutsch immer eine 4." „Schreiben ist einfach nicht mein Ding.“


Helfen dir diese Glaubenssätze weiter, wenn du Texte schreiben lernen, deinen Schreibstil verbessern oder bessere Formulierungen finden willst?

Ganz ehrlich: I doubt it!


Denn ich glaube: Wenn wir uns mit einer solchen Haltung ans Texte schreiben lernen herangehen, ist der Frust schon vorprogrammiert.

Wir wollen in Zukunft regelmäßig bloggen und machen uns an die Arbeit für den ersten Blogartikel – es klappt nicht so, wie wir uns das vorstellen – wir fühlen uns in unserem Denken bestätigt – der Text landet im Papierkorb – Glaubenssatz bekräftigt, Case closed.


Stattdessen kannst du dir auch sagen:

„Ich will lernen, wie ich bessere Blogartikel schreiben kann. Ich weiß, dass ich darin noch ungeübt bin - aber ich bin mir sicher, dass ich mich im Schreiben verbessern kann.“


Dann schreibst du vielleicht einen ersten schlechten Textabschnitt. Und einen zweiten, der nur minimal besser ist. Der dritte liest sich vielleicht schon runder. Und wenn du dich das vierte Mal daran machst, deinen Text zu überarbeiten, gelingen dir einige Formulierungen schon deutlich besser… Ergebnis: Du wirst nicht beim ersten Mal den weltbesten Blogartikel schreiben, klar. Doch genau das ist der springende Punkt: Du kommst auf diese Weise Schritt für Schritt voran, kannst du so nach und nach deinen Schreibstil verbessern und lernen, bessere Texte zu schreiben.

Klingt mühselig? Mag sein, aber glaub mir: Mit diesen Überarbeitungsschleifen und -schritten hat auch jeder Textprofi einmal angefangen - und arbeitet in den Grundzügen noch heute so.


Und was wir brauchen wir nun dafür, um diese Schritte geduldig und lernbereit gehen zu können? Genau: Das richtige Mindset, auch Growth Mindset genannt.


„Das habe ich noch nie probiert, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“ Pippi Langstrumpf, die Meisterin des Growth Mindset


In diesem Blogartikel zeige ich dir, warum ich ein Growth Mindset für unverzichtbar halte, wenn du Texte schreiben lernen, deinen Schreibstil verbessern und mit deinen Texten, z.B. auf deinem Blog, Kunden gewinnen willst.

Und ich gebe dir Tipps, wie du dein Fixed Mindset auf ein Growth Mindset "umtrainieren" kannst - denn dafür gibt es ein paar einfache Tricks!


5 Tipps, wenn du bessere Texte schreiben willst: Pimp your Mindset!


Growth Mindset vs. Fixed Mindset – was bedeutet das?

Der Begriff des Fixed und Growth Mindset geht auf die amerikanische Psychologin Carol Dweck zurück. Was meint sie mit den beiden Begriffen?


Das Fixed Mindset

Mit einem Fixed Mindset gehen wir davon aus, dass wir mit bestimmten Talenten und Fähigkeiten zur Welt gekommen sind. Wir sehen unser Können und unsere Eigenschaften als statisch und fest definiert an und sind uns sicher, dass daran auch mit unserem größten Mühen nicht zu rütteln bzw. zu verbessern ist.


Das heißt: Wenn du mit einem Fixed Mindset denkst "Ich kann einfach nicht schreiben", wird es schwierig, Texte schreiben zu lernen - weil du selbst nicht daran glaubst, dass du es lernen kannst.


Wenn du jetzt einen schlechten Blogartikel schreibst, sagst du dir: „War ja klar, ich kann’s einfach nicht.“ – und gibst auf.

Wenn dir doch einmal ein Text gelingt, schreibst du das einem glücklichen Zufall zu, und nicht deinen eigenen Bemühungen (was Quatsch ist, wer außer dir hat den Text nämlich geschrieben? Genau.)

Und so vermeidest du Herausforderungen und neue Aufgaben wie das Schreiben deiner Blogartikel, weil du Angst davor hast, zu versagen – denn das würde ein Mal mehr dein nicht vorhandenes Können untermauern.


Offensichtlich, dass es dir mit diesem Mindset nicht gelingt, dein volles Potenzial auszuschöpfen, oder?


Das Growth Mindset

Im Gegensatz zum Fixed Mindset gehst du mit einem Growth Mindset davon aus, dass du deine Eigenschaften und Talente selbst ausgestalten und positiv beeinflussen können. Du bist davon überzeugt, dass du dich und deinen Schreibstil entwickeln kannst, wenn du dranbleibst und bereit bist, immer wieder dazuzulernen.


Herausforderungen, die dir auf deinem Weg begegnen, nimmst du mit einem Growth Mindset als Chancen wahr: als Gelegenheiten, zu wachsen.

Damit überlässt du deinen Erfolg nicht deinen angeborenen Talenten, sondern setzt auf deine eigenen Bemühungen, um bessere Texte zu schreiben und deinen eigenen Schreibstil zu finden. "Ich kann das einfach nicht"? Gibt es für dich nicht.


Das bedeutet: Mit einem Growth Mindset fällt es dir leichter, deine Schreibfähigkeiten immer weiter auszubauen. Denn du gibst nicht auf, wenn du einen (in deinen Augen) schlechten Text schreibst, sondern bleibst dran, um immer besser zu werden.



Texte schreiben lernen:

Warum ist dein Mindset dabei so wichtig?


Wie ein Growth Mindset die Qualität deiner Blogartikel verbessern kann

Ist dein Anspruch beim Schreiben deiner Blogartikel, dass jeder Satz direkt sitzen soll? Dann wird dir das Schreiben wahrscheinlich wenig Spaß machen. Es ist nämlich selbst für eine erfahrene Texterin wie mich höchst unwahrscheinlich, dass ich einen guten Text in einem Stück aus dem Ärmel schüttele.


Egal, ob wir für unsere Website, für unseren Blog, für Newsletter oder LinkedIn schreiben: Wir alle beginnen unsere Texte mit ein paar holprigen ersten Sätzen, die es wahrscheinlich in dieser Form niemals in den finalen Text schaffen.


Ja, das sieht anfangs selten schön aus, aber wer sich in dieser ersten Phase denkt „Ok, ich kann’s einfach nicht“, und entnervt aufgibt, verpasst das Beste – und bringt sich um die Entwicklung der eigenen Schreibfähigkeiten.


Denn jetzt geht die Textarbeit erst richtig los!

Wir bearbeiten unseren ersten Textentwurf wie ein Schreiner ein Stück Holz: Wir schleifen Formulierungen rund, sägen hier und dort ein Wort ab, polieren unsere Sätze ordentlich auf… das alles ist ein Prozess, in dem Fehler von vornherein vorprogrammiert und eingeplant sind.


Und genau deshalb ist gerade beim Copywriting für die eigene Webseite, beim Schreiben von Blogartikeln oder Social Media Posts eine ordentliche Portion Lernbereitschaft unverzichtbar: Mag sein, dass die ersten Entwürfe deines Texts an vielen Stellen in die Hose gehen. Aber du bekommst das hin, wenn du dranbleibst und dich nicht gleich selbst als „talentlos“ abstempelst!


Du darfst überzeugt davon sein, dass sich deine Blogtexte verbessern, wenn du mit ihnen arbeitest: Wenn du festgefahrene Überzeugungen über Bord wirfst und das Schreiben als Abenteuer, als Erkunden deines eigenen Schreibtalents verstehst. So fällt dir das Schreiben immer leichter. Oder anders gesagt: Du lernst, bessere Texte zu schreiben!


Fehler = Helfer: Auch mit schlechten Texten kannst du lernen, besser zu schreiben

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass „Fehler“ ein Anagramm des Wortes „Helfer“ ist? Wenn du mich fragst, ist das kein Zufall: Denn tatsächlich helfen uns Fehler dabei, besser im Schreiben zu werden – wenn wir sie anerkennen und daraus lernen.


Fehler sind daher nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht: Denn nur wenn wir Fehler machen, können wir daraus lernen – und in der Folge bessere Texte schreiben. So schulen wir unser Growth Mindset durch jeden Fehler, den wir machen und aus dem wir lernen:


Ein Textabschnitt klingt krumm und schief und ist dir wirklich nicht gut gelungen? Anstatt zu verzweifeln und den Text resigniert beiseitezulegen, schau dir genau an, was dir nicht gefällt – und was du besser machen kannst.

Das Schöne am Schreiben ist: Papier ist geduldig. Du kannst deine Texte so oft verbessern, wie du willst. (Warum auch das nicht unbedingt sinnvoll ist, erkläre ich dir ein anderes Mal.) Das heißt: Wenn dir ein Absatz nicht rund erscheint, geh auf Fehlersuche – und schreib ihn neu!


Wie schon gesagt: So funktioniert Texten für uns alle, selbst für mich als Texterin mit jahrelanger Schreiberfahrung.

Auch für mich gilt: Ich werde nie wieder so schlecht schreiben wie heute, weil ich morgen schon wieder Neues dazugelernt habe.



Eine Hand, die mit einem Kuli in ein Notizbuch schreibt

Die eigene Markenstimme finden: Dein Mindset hilft dir dabei

Zu deiner eigenen Markenstimme gehört einerseits solides Copywriting-Handwerk, andererseits eine große Portion deiner eigenen Persönlichkeit, deiner Werte und natürlich der Stimme deiner Zielgruppe.


Psst: Mehr zum Thema Markenstimme und warum sie so wichtig für deine Selbstständigkeit ist, findest du übrigens in diesem Blogartikel.


Kein Wunder, dass sich das perfekte Zusammenspiel dieser Faktoren nicht einfach aus dem luftleeren Raum ergibt, oder? Ein Growth Mindset hilft dir dabei, offen zu sein für neue Ideen und die losen Fäden deiner Kommunikation zu einer stimmigen Markenstimme zu stricken.


Der Trick dabei ist, Schritt für Schritt in deine Markenstimme hineinzuwachsen. Stell dir ein Kind vor, das laufen lernt: Die ersten Gehversuche sind immer etwas holprig und schon nach wenigen Schritten hat der Laufspaß ein Ende. Aber: Ohne diese ersten Versuche geht es auch nicht. Denn nur aus den ersten zaghaften Schritten kann sich ein zügiger und zielstrebiger Gang entwickeln, oder?


Wenn du deine Markenstimme entwickeln willst, gesteh dir diese wackeligen ersten Schritte zu: Deine Texte dürfen stolpern und holprig sein, du darfst beim Schreiben mal ins Stottern kommen und nicht weiterwissen, du darfst deinen Text auch mal nach er Hälfte verwerfen, weil du feststellst, dass du in eine ganz falsche Richtung losgelaufen bist. Das alles sagt nichts über dein Schreibtalent aus – und auch nichts über deine Markenstimme.


Schreibblockaden überwinden: Dein Growth Mindset unterstützt dich

Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass Schreibblockaden direkt aus der Hölle kommen. Wenn der Cursor verzweifelt auf dem leeren Dokument vor sich hin blinkt und der Kopf einfach keine klugen Worte ausspucken will, fühlen wir uns wie die größten Versager. Die gute Nachricht ist aber: Das ist natürlich Quatsch.


Denn in solchen Momenten hilft nur stumpfe Akzeptanz: Es gibt nun einmal diese Tage, an denen es nicht läuft – das heißt aber weder, dass das deine Schuld ist, noch, dass du deine unfertigen Texte direkt in die Tonne hauen sollst. Eine Schreibblockade sagt dir „Mach mal eine Pause und nutz deinen Kopf für etwas anderes“ und nicht „Du kannst nicht schreiben, lass es einfach sein!“


Mit einem gut trainierten Growth Mindset gelingt es dir viel besser, jetzt am Ball zu bleiben und nicht aufzugeben: Lass das Schreiben sein, leg deinen Text zur Seite, widme dich einer anderen kreativen Aufgabe, geh eine Runde spazieren – mach alles, aber zweifle nicht an deinem Können!


5 Tipps, wenn du bessere Texte schreiben willst: Pimp your Mindset!


Klar: Die Transformation vom Fixed zum Growth Mindset passiert nicht über Nacht. Es gibt aber einige Übungen und Tricks, wie du dein Mindset immer wieder mit kleinen Häppchen füttern kannst, um es zu einem stattlichen Growth Mindset heranzuzüchten.


Probier dich durch alle Strategien durch und finde selbst heraus, welche davon zu dir und in deine Schreibroutine passen:


Setze dir klare Schreibziele:

Klar formulierte und erreichbare Schreibziele helfen dir dabei, deinen Fortschritt zu verfolgen. Ob es sich dabei um quantitative Ziele wie „täglich 500 Wörter“ oder „wöchentlich 3 LinkedIn-Posts“ handelt oder du dir inhaltliche Ziele wie „Ich schreibe über meine eigenen Werte“ oder „Ich benenne in meinem Text 5 handfeste Pain Points meiner Kunden“ setzt, spielt keine Rolle.

Wichtig ist, dass du dranbleibst! Lass dich unterwegs nicht von Stolpersteinen aufhalten, sondern sieh sie als Gelegenheit, deine Fähigkeiten zu verbessern und am Ball zu bleiben.


Sei offen für Schreib-Experimente:

Wie heißt es so schön: Wahnsinn ist, immer das gleiche zu tun und unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.Übertragen auf unser Schreiben heißt das, wenn du mit deinen Texten unzufrieden bist und deinen Schreibstil verbessern willst – probier was Neues aus! Verlass deine Komfortzone und probiere andere Stile an wie fremde Kleidungsstücke. Vielleicht verfasst du einen LinkedIn-Post als Gedicht oder schreibst einen klassischen Brief an deine Kund:innen – und dann beobachte genau, was beim Schreiben passiert. Was davon kannst du in deinen Schreibstil übernehmen?


Nimm dir Zeit zur Selbstreflexion nach dem Schreiben:

Fertig mit deinem Text? Glückwunsch!

Jetzt darfst du dein Werk für einen Moment ruhen lassen und Abstand gewinnen. Und dann? Nimmst du dir einen Extra-Moment Zeit für eine kritische, aber konstruktive Betrachtung deines Texts. Welche Stellen sind dir besonders gut gelungen, welche gefallen dir weniger?

Ich empfehle dir, deinen Fokus nicht ausschließlich auf die „unschönen“ Stellen im Text zu legen. Nimm bewusst wahr, an welchen Stellen du Fortschritte gemacht hast – hier liegen deine sichtbaren Lernerfolge genau vor dir!


Tausch dich mit anderen Schreibenden aus:

Auch ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit anderen Schreibenden hilft uns dabei, langfristig bessere Texte zu schreiben und unseren Schreibstil zu verbessern. Denn im gegenseitigen Austausch, z.B. in einer Schreibgruppe oder in einem digitalen Co-Writing, kannst du von den Erfahrungen anderer Teilnehmer:innen lernen. Und andersherum deine eigenen Herausforderungen und Erkenntnisse an andere weitergeben.


Feiere deine Meilensteine:

Wenn wir unsere Schreibziele erreicht haben, nehmen wir das oft nur aus dem Augenwinkel wahr – nächste Ziele setzen und weiter geht’s.

Das ist superschade, ich finde nämlich: Erreichte Ziele sollten immer gefeiert werden! Nimm dir deshalb die Zeit und belohne dich, wenn du wichtige Meilensteine passiert hast. Nein, es muss nicht unbedingt die teure Designerhandtasche sein, eine kleine Extrapause in der Sonne oder ein Stück Kuchen im Café können ebenfalls eine grandiose Belohnung sein. Entscheidend ist, dass du dich und deinen Erfolg bewusst wahrnimmst!


Ein Growth Mindset:

Unverzichtbar, wenn du besser schreiben willst

Du wünschst dir Unterstützung dabei, dein Growth Mindset beim Schreiben zu trainieren? Du willst deine Blogartikel, Newsletter, Webseitentexte, Social Media Posts oder andere Texte selbst schreiben und weißt nicht, wie du die Sache angehen sollst?



Als Textcoach und Texterin in München bin ich gern an deiner Seite: Mit mir findest du deine Markenstimme und lernst, Texte zu schreiben, die Kunden gewinnen, deinen Umsatz steigern und dich als Personal Brand unverwechselbar machen!


Meld dich gern hier für ein unverbindliches Kennenlerngespräch. Ich freue mich auf dich!




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